Herzlich willkommen bei AIS!
Im Projekt AIS (Adaptives Intelligentes System) entsteht eine KI-gestützte Lehr- und Lernumgebung, die Schülerinnen und Schüler individuell beim Lernen unterstützen soll. Zugleich sollen Lehrkräfte Hilfestellung bei der Diagnostik, der individuellen Förderung sowie der Unterrichtsplanung erhalten. AIS dient nicht der Leistungsbewertung oder Benotung, sondern als Grundlage für eine bestmögliche Lernbegleitung der Schülerinnen und Schüler.
Zum Schuljahresbeginn 2026/27 gehen wir mit einer Testversion, dem AIS-Piloten, an ausgewählte Schulen in ganz Deutschland. AIS-Pilot heißt: In AIS stehen erste Lernmaterialien für die Fächer Deutsch und Mathematik in den Klassen 5 bzw. 6 zur Verfügung. AIS befindet sich noch in der Entwicklung. Die Pilotphase ist damit die erste praktische Erprobung von AIS im Schulalltag: Lehrkräfte an den Pilotschulen testen gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern den derzeitigen Entwicklungsstand und geben Rückmeldung dazu. Nur durch das Feedback der Nutzenden und erste reale Nutzungsdaten kann AIS zu einer Lernumgebung werden, die Lehrende und Lernende optimal unterstützt. Die Erkenntnisse aus der Pilotphase sind elementar für die Weiterentwicklung des Adaptiven Intelligenten Systems.
Sie sind Lehrkraft oder Elternteil, gehören einer dieser Pilotschulen an und haben bereits Informationsmaterial zu AIS erhalten? Wir freuen uns, dass Sie und Ihr Kind bzw. Ihre Klasse Teil des AIS-Projekts sind! Sie können mitwirken und mitgestalten, so dass AIS ein System wird, das Lehrende wie Lernende bestmöglich unterstützt.
Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Pilotphase.
So unterstützt AIS beim Lernen
Das Wichtigste zur Pilotphase auf einen Blick
Stand & Weiterentwicklung
AIS steht mit reduziertem inhaltlichen Umfang für eine erste Erprobung im realen Schulalltag bereit. AIS ist nicht „fertig“, sondern wird weiterentwickelt – auch während der Pilotphase. Das heißt, dass sich Oberfläche, Inhalte und Funktionen ändern können. Das adaptive Verhalten von AIS wird sich durch die Nutzung schrittweise verbessern.
Dauer der Pilotphase
Die ersten Bundesländer starten Ende September in die Pilotphase. Die Pilotphase dauert zwei Monate je Land und endet spätestens Ende Dezember 2026.
Fächer & Schwerpunkte
Im AIS-Piloten steht erstes Lernmaterial in den Fächern Deutsch (Klasse 5) und Mathematik (Klasse 6) zur Verfügung.
Schwerpunkt Mathematik: Bruchrechnen, Prozentrechnen und Geometrie
Schwerpunkt Deutsch: Leseflüssigkeit, Leseverstehen und Rechtschreibung
Feedback, Support & Forschung
Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler geben direkt innerhalb des Systems Feedback und melden Fehler über den Support. Das Support-Team unterstützt bei Fragen und technischen Problemen. In den meisten Bundesländern können Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler zusätzlich freiwillig an einer wissenschaftlichen Begleitstudie teilnehmen.

Das erwartet Lehrkräfte im AIS-Pilot
- Sie können bereits angelegte Lernpfade Ihren Schülerinnen und Schülern zuweisen.
- Sie haben Einblick in die Arbeits- und Lernstände Ihrer Schülerinnen und Schüler.
- Sie können der KI-Assistenz Fragen zum System und zu Inhalten stellen, z.B. auch Lernpfade aus der Perspektive der Lernenden durchlaufen.
- Sie können die KI-Assistenz für Rückmeldungen zu Lernständen nutzen.
- Sie können Unterstützungsbedarfe schnell erkennen.
- Sie haben Zeit, die Schülerinnen und Schüler beim Lernen mit AIS zu begleiten.

Das erwartet Schülerinnen und Schüler im AIS-Pilot
- Du erhältst Übungen, die zu deinem Lernstand passen.
- Du wirst von einem KI-Tutor unterstützt, wenn du nicht weiterkommst.
- Du kannst in deinem Tempo lernen und deine Ziele erreichen.
- Du kannst uns mitteilen, was du brauchst, um in AIS gut lernen zu können.

Das erwartet Eltern während der Testphase
- Ihr Kind lernt genau mit den Lernmaterialien, die es in seinem Lernprozess gerade braucht.
- Ihr Kind bekommt durch den KI-Tutor die Unterstützung, die es aktuell benötigt.
- Ihr Kind lernt motiviert und im eigenen Tempo.
- Die Daten Ihres Kindes sind sicher und geschützt.

Das kommt voraussichtlich noch während der Pilotphase
- Weitere bereits kuratierte Lernpfade
- Material-Editor zur Erstellung von Lernmaterialien
- Lernpfad-Editor zur Erstellung von eigenen Lernpfaden
Weitere Fragen?
Wie funktioniert AIS und was ist an dem System intelligent?
AIS analysiert zunächst, was ein Kind schon kann, wo es Unterstützung und Motivation oder anspruchsvollere Aufgaben benötigt – und schlägt passendes Lernmaterial vor. Wenn jemand nicht weiterkommt, steht ein KI-gestützter Tutor zur Seite, beantwortet Fragen, gibt Feedback, Tipps und Hilfestellungen. Das AIS denkt mit und hilft, wann immer es notwendig ist. Ganz gleich, an welcher Stelle im System oder im Lernpfad man sich befindet. So werden die Schülerinnen und Schüler beim selbstständigen Lernen unterstützt und können Schritt für Schritt Sicherheit gewinnen.
Wie genau funktioniert die Adaptivität im AIS?
AIS passt sich dem Lernprozess der Schülerinnen und Schüler auf zwei Ebenen an: Einerseits berücksichtigt das System den individuellen Lernstand und wählt passende Lernwege sowie geeignete Aufgaben aus. Hier spricht man von Makroadaptivität. Außerdem begleitet ein KI-gestützter Tutor die Schülerinnen und Schüler unmittelbar während des Lernens im AIS: Er reagiert auf Fragen, gibt Feedback, erklärt Inhalte, gibt Hinweise und unterstützt genau dort, wo gerade Hilfe benötigt wird. Das ist die Ebene der Mikroadaptivität.
Makro- und Mikroadaptivität ergänzen sich gegenseitig, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Lernziele auf individuellen Wegen und optimal begleitet erreichen. Zudem gilt: Je mehr Nutzungsdaten im System vorhanden sind, desto genauer funktionieren Mikro- und Makroadaptivität.
Wie werden Lehrkräfte bei Diagnostik und Unterrichtsplanung unterstützt?
AIS zeigt der Lehrkraft auf einen Blick, wo jedes einzelne Kind und die ganze Klasse stehen: Wer hat welche Aufgaben gut gemeistert, wer braucht noch mehr Übung, wer ist bereit für schwierigere Aufgabenstellungen? Diese Informationen helfen bei der Vorbereitung, ohne dass technisches Vorwissen nötig ist. Lehrkräfte behalten dabei jederzeit die pädagogische Verantwortung. AIS ersetzt weder den Unterricht noch die Lehrkraft, sondern ergänzt beides. Es macht Lernstände und Lernfortschritte sichtbar, unterstützt bei der individuellen Förderung und hilft so dabei, selbstständiges Lernen in heterogenen Klassen noch passgenauer zu gestalten.
Was bedeutet eigentlich Pilotphase?
AIS wird nutzendenzentriert entwickelt. Die Pilotphase ist die erste praktische Erprobung von AIS im Schulalltag. Gemeinsam mit den teilnehmenden Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern möchten wir herausfinden, was bereits gut funktioniert und wo AIS noch verbessert werden muss. Jedes Feedback hilft uns dabei, das System gezielt weiterzuentwickeln.
Was wird in der Pilotphase untersucht?
Wir betrachten nicht nur, ob AIS technisch funktioniert, sondern auch, ob es sicher und benutzerfreundlich ist und wie es genutzt wird: Sind die Funktionen verständlich? Wie wird das System von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern angenommen? Ein besonders wichtiger Aspekt ist die pädagogische Wirksamkeit: Unterstützt AIS an den richtigen Stellen? Wie hilfreich ist der KI-Tutor? Wie gut passen Aufgaben zum jeweiligen Lernstand? Lernen Schülerinnen und Schüler mit Freude im AIS? Sind die Lernergebnisse besser als vorher, als ihnen das adaptive System nicht zur Verfügung stand? Ein Ziel der Pilotphase ist auch, besser zu verstehen, wie Lernen mit adaptiven und KI-gestützten Systemen im Unterricht funktioniert.
Warum findet diese Erprobung jetzt statt?
AIS bietet genug Lernmaterial, um bereits in zwei Fächern und zwei Klassen genutzt zu werden, soll aber kontinuierlich an die Wünsche und Bedarfe der Nutzenden angepasst werden. Das heißt: AIS benötigt nun Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, die mit dem System lernen und arbeiten, damit es besser wird. Adaptives Verhalten eines digitalen Systems lässt sich nur anhand von echten Nutzungsdaten erproben und verbessern. Je mehr Erfahrungen und Daten aus unterschiedlichen Lernsituationen einfließen, desto fundierter können die Funktionen überprüft und angepasst werden. Je mehr Lerndaten im System existieren, desto exakter kann AIS zum Beispiel den Lernstand einschätzen. Die während der Pilotphase gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um AIS entsprechend nachzujustieren und für weitere Fächer verfügbar zu machen.
Warum hat man sich für die Fächer Deutsch und Mathematik entschieden?
Deutsch und Mathematik sind zentrale Grundlagenfächer. Sie vermitteln Basiskompetenzen, die Kinder brauchen, um sich angemessen auszudrücken, Inhalte zu verstehen, problemlösend zu denken und sich aktiv einzubringen. Diese Fähigkeiten sind die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in allen Fächern.
Warum werden bei der Nutzung von AIS Daten verarbeitet?
Damit AIS Schülerinnen und Schüler individuell beim Lernen unterstützen kann, benötigt es bestimmte Daten, die bei der Nutzung des Systems entstehen. Dazu gehören zum Beispiel bearbeitete Aufgaben, Lösungsversuche oder genutzte Hilfen. Diese Informationen ermöglichen AIS, passgenaue adaptive Lernwege zu erstellen und gezielt Hilfestellung zu geben. Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte Informationen zu Lernständen und können somit Unterstützungsbedarfe leicht erkennen.
Wie werden die Daten in AIS verarbeitet?
Für den pädagogischen Einsatz und den sicheren Betrieb von AIS werden die notwendigen Daten verarbeitet, damit AIS genutzt werden kann. Diese Verarbeitung dient ausschließlich dem Bildungsauftrag sowie dem technischen Betrieb.
Für weitergehende Zwecke in der Pilotphase ist eine gesonderte Einwilligung erforderlich. Die Datenverarbeitung erfolgt pseudonymisiert und betrifft insbesondere die Bereiche Forschung und Weiterentwicklung der KI-Funktionen:
- Bildungsforschung: Durch die Begleitstudie möchten wir besser verstehen, wie Lernen mit AIS gelingt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler noch gezielter zu unterstützen.
- Weiterentwicklung zur Verbesserung der Adaptivität: Die Daten helfen dabei, die adaptiven Funktionen von AIS kontinuierlich zu verbessern. Ziel ist es, die Modelle hinter der individuellen Lernunterstützung weiterzuentwickeln.
Wichtig ist: Daten werden nicht für Werbezwecke genutzt oder zu kommerziellen Zwecken an Dritte weitergegeben. Es werden nur die Daten verarbeitet, die erforderlich sind. Die Daten werden gelöscht, sobald sie nicht mehr benötigt
werden. Darüber hinaus werden die pseudonymisierten Daten zum frühestmöglichen Zeitpunkt anonymisiert.
Wie läuft die wissenschaftliche Begleitforschung ab?
Lehrkräfte und Lernende, die an der Begleitforschung teilnehmen, füllen vor und nach der Pilotphase einen kurzen Fragebogen im System aus. Ziel ist es, zu untersuchen, wie AIS von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern im Unterrichtsalltag genutzt und wahrgenommen wird und welche Hinweise sich daraus für die Weiterentwicklung des Systems ergeben. Die Teilnahme an der Forschung und somit an der Umfrage erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer freiwilligen Einwilligung und ist von der schulischen Nutzung von AIS getrennt. Die Forschungsdaten werden pseudonymisiert verarbeitet. Ergebnisse werden anonymisiert bzw. so zusammengefasst veröffentlicht, dass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.
Wo bekomme ich als Lehrkraft Unterstützung während der Pilotphase?
Ihre erste Anlaufstelle ist die KI-Assistenz direkt in AIS. Sie beantwortet Fragen zum System, zur konkreten Nutzung und zu den Inhalten.
Darüber hinaus stehen Ihnen verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung:
- Tutorials und fachdidaktische Handreichungen zu den Lernpfaden in Ihrem Landesportal
- Der Bereich „Support & Feedback“, den Sie über den Hilfe-Button in AIS erreichen. Das Support-Team unterstützt Sie montags bis freitags von 7:30 bis 19:00 Uhr bei Fragen und Problemen. Über diesen Bereich können Sie außerdem Ihre Erfahrungen mit AIS sowie Hinweise und Verbesserungsvorschläge direkt an das Projektteam übermitteln.
- Die AIS-Pilot-Werkstatt, jeden Donnerstag von 15:00 bis 15:30 Uhr (Webex-Termin über Link beitreten).
Wie geht es nach der Pilotphase weiter?
Die gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um AIS entsprechend nachzujustieren und für weitere Fächer verfügbar zu machen. In den nächsten Entwicklungsschritten werden zudem weitere Lernmaterialien eingebunden; je mehr Lernmaterialien verfügbar sind, desto individueller können Lernpfade zusammengesetzt werden.
Informationsmaterial zur Pilotphase
Einen Teil der Dokumente, die Sie hier zum Download finden, haben Sie bereits über Ihre Schule erhalten. Hier können Sie diese noch einmal einsehen und herunterladen.
Das Projekt AIS wird verantwortet durch das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gGmbH und realisiert mit Wissenschaft & Forschung, Schulen, Bildungsakteuren sowie Partnern aus Wirtschaft & IT.
Das FWU ist das Medieninstitut der 16 Bundesländer und handelt in deren Auftrag.
